Die Poolabdeckung (28.04.2013)

Neben den üblichen Verschmutzungen hatten wir stark verhärteten Belag auf der Folie der sich nicht mal mit der Bürste lösen ließ. Es war unheimlich anstrengend, aber letztendlich bekam ich die harte Schicht aus feinem Sand und Zement, die am Boden des Pools die Folie bedeckte, nach stundenlanger Arbeit doch weg.

Eigentlich wäre es ganz einfach gewesen, wenn ich gleich zu Beginn das richtige Mittelchen zur Hand gehabt

Bräunlicher harter Belag (wie Kalk im Wasserkocher)

hätte. Die klassischen Poolreiniger waren Sinn- und Chancenlos gegen die etwa einen Millimeter starke Schicht. Daher legten wir den Pool komplett trocken und ich versuchte mein Glück mit Zitronensäure (die bekommt man im Drogeriemarkt oder im Lebensmittelhandel). Davon löste ich 1kg kristallisierte Säure in 10 Liter heißem Wasser auf und verteilte die Lösung auf den starkt verschmutzten Bereichen. Wie beim Entkalken eines Wasserkochers stiegen sofort Bläschen auf und der Belag war einfach mit der Bürste zu entfernen.
Nur an den Stellen die etwas uneben waren – leider ist unsere Bodenplatte in der Mitte etwas höher als an den Rändern – haftete die Zitronensäurelösung nicht genug um den Belag anzugreifen. Diesen hartnäckigen Flecken konnte ich mit einer Säure begegnen, die mir mein Nachbar mitbrachte. Er verwendet das Zeug um Zement aus Baumaschinen zu entfernen. Die Säure mit intensiv roter Färbung und einem extrem starken Mandelaroma (es dürfte sich um ein Blausäurederivat handeln) reagierte sofort beim Kontakt mit dem Zement und schäumte die Beläge in Sekundenbruchteilen weg. Wegen der ätzenden Dämpfe war es allerdings nicht so leicht mit dem Zeug im Pool zu arbeiten. Musste immer raus um Luft zu holen und dann runter auf den Boden um das Mittel mit dem Schwamm zu verteilen.

Beim Hantieren mit ätzenden Flüssigkeiten IMMER Gummihandschuhe, Gummistiefel und vor allem eine Schutzbrille tragen!

Nachdem die Säure am Boden verteilt und damit die Beläge gänzlich gelöst waren, spritzte ich mit dem Gartenschlauch den Boden ab und verdünnte so die Säure. Danach legte ich den Pool mit dem Ausreibtuch wieder trocken, bevor ich ihn mit Wasser füllte.

Während das Wasser in den Pool lief, kümmerte ich mich um die Montage der Abdeckplane. Schließlich möchte ich nach dem Reinigungsaufwand nicht noch mal riskieren, dass der Pool so verdreckt. Die Wiese ist aber noch nicht fertig, daher staubt es ziemlich, wenn der Wind geht – was er im Übrigen fast immer tut. Also musste die Plane her um ein Verschmutzen zu verhindern.

Die Plane wird von sechs Spannern in Längsrichtung gehalten und sollte dann auch noch mit zehn seitlichen Spannern gesichert werden. Dann würde sie die versprochenen 100kg Belastung vertragen und man könnte darüber gehen. Bei uns soll sie das Verschmutzen verhindern und eine gewisse Absicherung gegen unbeaufsichtigt badende Kinder sein. Dafür reicht die Basismontage. Und die ist denkbar einfach. Einfach die Plane aufrollen, zurechtrücken, die Montagebänder auflegen um die richtigen Abstände für die Bohrungen festzulegen, für jede Befestigung ein 10mm Loch bohren und dort eine Befestigungsniete einschlagen. An den Nieten werden die Bänder eingehängt und mit Gurtspannern gespannt, damit die Abdeckung windstabil ist. Fertig.

Jetzt müssen wir nur noch mit der Kurbel die Plane aufrollen, damit wir in den Pool können. Um den Pool wieder zu verschließen genügt es, an dem langen Gurt zu ziehen und die Plane wieder zu entfalten. Drei Spanner montieren. Fertig. Diese Lösung war uns lieber als eine Überdachung, weil sie im geöffneten Zustand absolut unsichtbar ist und geschlossen zwar den Pool ‚markiert‘ aber nicht so aufdringlich im Garten steht.

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