Buffetschrank aus Teakholz im Industrial Design

Im Zuge der Umgestaltung unseres Wohnzimmers musste auch das weiße Sideboard weichen. Nachdem es weg war, machten wir uns auf die Suche nach einem Ersatz. Das gestaltete sich schwieriger als erwartet, da es nur wenige Schränke gab die uns gefielen und dann auch noch lieferbar und vor allem leistbar waren. Nach langer Suche wurden wir dann doch fündig bei einem Händler in den Niederlanden. Dieser hatte einen Buffetschrank aus Teakholz im Industrial Design auf Lager der mit großen Schiebetüren ausgestattet war. Aber mal von Anfang an.

Die Suche

Es war nahezu unmöglich auf Google was passendes zu finden. Das hat ein bisschen mit dem Suchalgorithmus zu tun. Dieser wirft zuerst bezahlte Angebote aus der Gegend aus, dann ähnliche Artikel aus der Gegend und erst wenn nichts gefunden wird, wird die Suche ausgeweitet. Daher bekommt man meist nicht was man sucht. Ich probierte es auch mit der Bildersuche, die zwar auch keine viel besseren Ergebnisse brachte, aber zumindest eines zeigte, nämlich dass es zu anderen Ergebnissen führt, wenn man die Suchbegriffe in anderen Sprachen eingibt.

Nun war mir klar, dass in den Niederlanden wesentlich mehr Angebot an ausgefallenen Möbeln herrscht. Das liegt vermutlich an der Nähe zu den großen Frachthäfen, wo regelmäßig Möbel aus Fernost ankommen und dann nicht alle von den Großhändlern abgesetzt werden können. Diese werden dann recht günstig an lokale Händler verkauft die sich bereit erklären die Möbelstücke sofort aufzuladen und mitzunehmen.

Als ich also meine Suche mit „Buffetkast Teak hout staal“ machte, bekam ich eine Vielzahl an Angeboten.

Der Kauf

Gefunden haben wir unseren Buffetschrank aus Teakholz im Industrial Design dann bei Teakhoeve in Kaatsheuvel. In deren Onlineshop sahen wir einen Schank der uns optisch so richtig ansprach. Vor allem weil er im Gegensatz zu den meisten anderen vergleichbaren Schränken eben aus Teakholz und nicht aus dem viel helleren und etwas gescheckten Mangoholz gefertigt ist.

Nun ist es leider nicht so einfach Möbel in den Niederlanden zu kaufen, da die Anbieter meist nur innerhalb der Niederlande ausliefern. Wenn überhaupt, dann wird noch nach Belgien und Norddeutschland geliefert. Süddeutschland und Österreich geht hier leider gar nicht. Daher lassen die Webshops einen Kauf für Österreicher auch überhaupt nicht zu. Gut das ist etwas was man telefonisch und auch per Mail erledigen kann, wenn man weiß wie man die Möbel später dann zu sich nach Hause bringt, denn eine Spedition beauftragen die Verkäufer nicht. Darum muss man sich selbst kümmern.

Jan von Teakhoeve sendet uns per Mail noch ein paar zusätzliche Bilder, um einen Eindruck vom Kasten zu bekommen.

Der Transport

Ich gab also auf Shipply eine Transportanfrage in Auftrag und erhielt Angebote von 1.087,- Euro bis zu 489,- Euro für die Lieferung des Schranks von Holland nach Österreich. Gut das ist kein Geschenk, aber noch verhältnismäßig. Nun überlegten wir aber auch noch einen weiteren Tisch wie den in unserem Wohnzimmer von NP-Woodstyle zu kaufen für unseren überdachten Sitzplatz. Das Unternehmen ist Bant rund 200km von Kaatsheuvel entfernt. Dadurch hätten sich die Transportkosten auf rund 1.000,- Euro erhöht. Das war dann der Zeitpunkt zu dem ich mich für eine Selbstabholung entschieden habe, denn ein Leihtransport von 123 Transporter kostet ab 45,- Euro pro Tag und die Kosten würden daher in Grenzen bleiben.

Genau gesagt muss man ein bisschen aufpassen, denn es gibt im Angebot von 123 Transport unterschiedliche Fahrzeugtypen in gleichen Kategorien. So hatte der von mir gemietete Opel Movano zum Beispiel eine Ladefläche von 174 x 313cm und eine Höhe von 190cm. Allerdings muss man auch hier Abstriche machen, da die effektive Innenlänge des Laderaums gerade mal 305cm war und die maximale Breite durch die Radkästen eingeschränkt wird. Um die volle Breite zu nutzen muss man kreativ werden. Ich baute mir aus alten Paletten Erhöhungen, damit ich die beiden Teile des Schranks dann auf die Radkästen stellen und sie an der Ladebordwand fixieren konnte.

So konnte ich die 128cm breite Fläche zwischen den Radkästen für die Tischplatten freihalten, wobei wir eine der Platten oben auf laden mussten, da sie wegen der Form nicht unten hinein gepasst hätte. Da wir aber ohnehin auch vier Matrixgestelle zu laden hatten, dienten diese gleich als Ständer für die fünfte Tischplatte. Am Schluss kam dann auch noch ein Sessel dazu für den ich gerade noch ein paar Zentimeter Platz hatte.

Die Transportkosten

Was kam nun zusammen? Nun das ist recht einfach zusammen zu fassen. Der Transport, ich wählte ein XL-Modell für 65,- Euro pro Tag, kostete 330,- Euro für 48 Stunden. Dabei ist sehr praktisch, dass man sich bei 123-Transporter.at die Miete nach seinen eigenen Bedürfnissen zusammenstellen kann. Man wählt sich den Zeitraum der Miete in 6 Stunden Schritten, beginnend ab 00:00, 6:00, 12:00 oder 18:00 und endend jeweils bis 23:59, 5:59, 11:59 und 17:59.

Um sich gegen hohe kosten abzusichern kann man aus drei verschiedenen Kaskopaketen wählen. Ich bin ein freund von 0,- Selbstbehalten also wählte ich das teuerste. Was aber wirklich toll an dem Angebot von 123 Transporter ist, ist dass man keine Kilometerbegrenzung für die Nutzungszeit hat. Möchte man das Fahrzeug außerhalb Österreichs nutzen, dann gibt es die Möglichkeit Auslandsfahrten in zwei Zonen zusätzlich zu buchen. Für Fahrten nach Holland braucht es die Zone 3 mit einem Aufpreis von 67 Euro pro Tag. Abgewickelt wird der gesamte Buchungsvorgang online. Man erhält sowohl den Vertrag als auch alle weiteren notwendigen Unterlagen per Mail. Ebenso per Mail kommt der Zugangslink über den sich das Fahrzeug zu Mietbeginn entriegeln lässt. Der Schlüssel befindet sich dann im Fahrzeug. Vor Fahrtantritt muss man über das integrierte Tablet die AGBs bestätigen und kann auch zusätzliche Features wie ein Online-Navigationssystem, Auslandsfahrten oder einen zusätzlichen Fahrer direkt über das Tablet buchen.

Das Fahrzeug war sehr sauber und einem technisch guten Zustand. Lediglich das Mitten an der Ladebordwand angebrachte Ersatzrad brachte mich kurzfristig zur Verzweiflung, da es meinen Transport an dieser Stelle eher unmöglich gemacht hätte. Ich montierte es ab und verstaute es schließlich innerhalb der Ladung.

Neben den Mietkosten muss man natürlich die Treibstoffkosten betrachten, da diese derzeit wirklich enorm sind. Meine Tour führte mich in drei Niederländische Städte und hatte eine Gesamtstrecke von 2.464 km. Der Gesamtverbrauch lag bei 297,94 Liter, also einem Durchschnittsverbrauch von rund 12 Litern auf 100km. Somit lagen die Spritkosten bei 609,68 Euro. Ebenfalls zu den Transportkosten rechne ich den Aufenthalt in einem Hotel in der Nähe von Amsterdam der mich 50 Euro kostete. Dadurch waren die Kosten nun final 989,68 Euro.

Kleiner Bonus

Außer unserem Tisch und den Schrank nahm ich dann noch einen Aviator Fauteuil und vier weitere Tische mit. So ist die Verteilung der Transportkosten auf die Einzelteile dann doch ganz vernünftig, und wir haben auch noch einen netten Aviator von De Troubadour Outlet im Wohnzimmer stehen. Und das nur, weil wir in Österreich keinen passenden Buffetschrank aus Teakholz im Industrial Design fanden.

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