Erde für die Hochbeete

Als der Bagger Ende Juli da war, den Boden abgrub und die Künetten aushob, ließen wir das Aushubmaterial auf dem Grundstück unseres Nachbarn zwischenlagern. Glücklicherweise war unser Nachbar so nett und hatte uns das erlaubt, da es sonst keine Möglichkeit gegeben hätte, und wir den Aushub hätten abtransportieren lassen müssen.

Jetzt wo die Hochbeete beinahe alle fertig gestellt sind brauchen wir die Erde wieder. Allerdings nicht so wie sie gelagert wurde, denn hier sind diverse Verschmutzungen wie Bauschutt, Steine, Fliesreste und jede Menge Unkraut drinnen, die wir nicht in den Hochbeeten haben wollen. Daher sieben wir die Erde vor der Verwendung durch ein Durchwurfsieb. Damit wir uns Zeit sparen und den Schutt nicht doppelt schaufeln müssen, stellten wir das Sieb so über zwei Schiebetruhen, dass die gesiebte Erde in die eine und der Schutt in die andere hinein fiel.


Es ist unglaublich welche Mengen an Erde in die Hochbeete passen. Das habe ich ehrlich gesagt etwas unterschätzt. Für das erste, recht schmale Eck-Beet habe ich die meiste Zeit alleine geschaufelt und brauchte über 9 Stunden reine Arbeitszeit bis das Beet halbwegs voll war. Die zwei kleineren Rundbeete davor waren relativ schnell gefüllt.

Dafür ist das große Eckbeet an der Straße so materialhungrig, dass mehrere hundert Schiebetruhen nötig sind um den Bereich zu füllen. Wir brauchten zu dritt bereits mehr als 5 Stunden um etwa 20% davon zu füllen. Das sieht nach einer Never-Ending-Story aus. Teilweise durften auch unsere Kinder mal Hand anlegen, damit sie später sagen können, dass sie beim Garten-Projekt mitgeholfen haben. unser Sohn war davon weniger begeistert als unsere Tochter, die grundsätzlich eher für Bewegung im Freien zu haben ist.

Nachdem das erste Beet gefüllt war, pflanzte ich auch gleich ein paar der Zypressen und Gräser ein, die wir bei den Abbrucharbeiten auf dem Nachbargrund gelagert hatten. Sie lagen über den heißen Hochsommer teilweise mit freien Wurzeln und wurden nur durch 4 Bewässerungszyklen pro Tag am Leben gehalten. Mal sehen ob wir sie über den Winter bringen und sie sich eventuell von der Belastung wieder erholen.

Zusätzlich besorgte Sabine in der Gärtnerei ein paar neue Gräser und Pflanzen für das kleine Eckbeet an der Hausmauer, das wir auch gleich befüllten. Dieses Beet soll ein bisschen mehr fürs Auge bieten. Daher kann es nicht schaden bereits vor dem Winter mit dem Einpflanzen anzufangen, damit die Pflanzen dann im Frühjahr, wenn die Bewässerung auch endlich funktioniert, ordentlich angewachsen sind und sich richtig entwickeln können. Derzeit passt das Wetter ja noch sehr gut dafür.

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