Eine Ruine entsteht

Ein wesentliches Stilelement in unserem Garten wird die Ruinenmauer am Pool sein. Hier dachten wir uns, dass es cool aussehen könnte, wenn neben und hinter dem Pool eine Mauer aus alten Ziegeln stehen würde, die ein bisschen nach Ruine aussieht. Diese Mauer müsste nicht besonders hoch sein, da man sich ja davor im Pool befindet und alleine durch den tieferen Blickwinkel ein komplett anderer Eindruck entsteht.

Trotzdem sollte die Mauer nicht nur gut aussehen, sondern auch den zukünftigen Technikaum für die Pooltechnik und die Bewässerung bilden. Dazu ließen wir von den Bauleuten der Jungbauer & Moderinsky Facility Services GmbH zuerst eine Rückwand zum Nachbarn aus Schalbetonsteinen betonieren und in weiterer Folge eine Mauer aus alten Ziegeln aufmauern.

Die Ziegel findet man zum Beispiel über Willhaben oder andere Online-Börsen um ca. 40 bis 90 Cent pro Stück. Wir hatten Glück und fanden einen Anbieter der uns 2.000 Steine für 1.000 Euro inklusive Lieferung anbot. Einziges Manko an diesem Angebot war, dass wir für das Abladen vor Ort einen Stapler benötigten, was nicht ganz so einfach zu bewerkstelligen ist. Hier kam uns ein sehr netter Unternehmer aus der Nachbarschaft zu Hilfe, der mit seinem Stapler die bis zu 1,6 Tonnen schweren Paletten vom Sattelzug hob. Ohne diese Hilfe wären wir aufgeschmissen gewesen, da es nahezu unmöglich ist einen Stapler zu einem vernünftigen preis zu bekommen. Alleine die Lieferung des Fahrzeugs würde die Kosten einer Speditionszustellung mit Abladung übersteigen. Wären die Steine per LKW mit Kran geliefert worden, hätten wir alleine für die Lieferung über 500 Euro aufzahlen müssen.

Schon am nächsten morgen begann ich die Steine von den Paletten auf der Straße an die Orte ihrer Verwendung zu transportieren. Über 70 Schiebetruhen füllte ich mit jeweils knapp 100 kg Ziegelsteinen an und schob sie einmal quer durch den Garten zu dem geplanten Ruinenort.

Die Steine selbst waren genau so wie wir sie uns vorstellten. Teilweise handgestochen und offensichtlich über 100 Jahre alt. Sichtlich gebraucht und abgeschlagen, aber trotzdem stabil genug um daraus eine Mauer zu errichten, die letztendlich viele Jahre stehen soll.

Natürlich lässt sich bei so einer Bestellung nicht vermeiden, dass es auch eine Menge Ausschuss gibt. Ich denke, dass ich bereits beim Transport der Steine durch den Garten mindestens 25 Stück entsorgte. Beim Errichten der Mauer erwiesen sich dann weitere Steine als unbrauchbar, wodurch letztendlich rund 5% der Steine in den Schutt-Container wanderten.

Dafür kann sich das vorläufige Ergebnis sehen lassen. Die Ruine erhält zusätzlich für mehr Authentizität Stallfenster aus Gusseisen, die wir auf Amazon bestellten. Damit etwas Abwechslung in die Mauer kommt nahmen wir drei verschiedene Modelle (Fenster klein, Fenster breit, Fenster hoch) . Die Mauer wir dann unterschiedliche Höhen erhalten und später noch ein bisschen an der Oberkante gealtert. Das Endergebnis werdet ihr in einem späteren post bewundern können

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